Handbuch: Setup/Soundcard

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Das deutschsprachige OpenMPT-Handbuch
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[Bearbeiten] Sound Card (Soundkarte)

In diesem Reiter kannst du diverse Soundkarten-Einstellungen vornehmen.

Setup sound card.png


Sound Device

Hier wird die Soundkarte ausgewählt. Dies ist zum Beispiel nützlich, wenn man mehrere Soundkarten hat. Bitte verwende nicht den "Wave Mapper", da dieser sehr hohe Latenzen hat und nicht für Programme wie OpenMPT geschaffen wurde. Benutze nach Möglichkeit einen DirectX-Treiber, oder - noch besser, aber auf den meisten Consumer-Soundkarten nicht vorhanden - den ASIO-Treiber. ASIO ist ein Standard für besonders niedrige Latenzen und hohe Wiedergabequalität und kann auch auf billigen Soundkarten mit dem ASIO4ALL-Treiber emuliert werden.


Hinweis.gif Hinweis für WINE-User:
In WINE verhalten sich die verschiedenen Treibertypen anders als unter Windows. Hier ist es sogar besser, den Wave Mapper zu benutzen! Damit bekommt man in WINE auch brauchbare Latenzen - zusätzlich werden einige Bugs, die sonst mit DirectX auftreten können, so auch umgangen.


Buffer length - Puffergröße

Eine hohe Pufferlänge erzeugt weniger CPU-Last, dafür werden aber Änderungen nicht so schnell hörbar. Eine Latenz von unter 100 Millisekunden schafft fast jeder Rechner und ist auch empfehlenswert. Gute Soundkarten schaffen in Verbindungen mit ASIO unter 10 Millisekunden!


Use secondary buffer - Benutze sekundären Puffer

Nur für DirectX-Treiber. Sollte nur deaktiviert werden, wenn Probleme auftreten (z.B. bei dumpfem Klang).


Mixing Quality

Samplingrate: Die Voreinstellung für die Samplingrate ist 44.100 Hz, was für den normalen Gebrauch eigentlich ausreichend ist. Mehr wird auch auf einer Audio-CD nicht verwendet. Selbstverständlich kann man, wenn man eine gute Soundkarte und gute Samples hat, auch diesen Wert erhöhen und Module in noch besserer Klangqualität erstellen. Auch kommen nicht alle VST-Plugins mit höheren Samplingraten zurecht. Andererseits gibt es auch Samples, bei denen ModPlug nicht mit dem "Resampling" (siehe weiter unten) zurechtkommt - bei solchen Problemen sollte auch eine höhere Bitrate benutzt werden.

Samplegröße: Der Standard hier ist Stereo, 16 Bit. ASIO-Geräte haben eine fest Bittiefe, sodass es keine Rolle spielt, was du dort auswählst - OpenMPT wird die Bittiefe automatisch anpassen.


Max. Polyphony

Hier lässt sich die maximale Anzahl der gleichzeitig zu hörenden Stimmen einstellen. Der niedrigste mögliche Wert ist 16, der Höchstwert 256. Der Wert sollte nur verringert werden, wenn der Prozessor zu langsam für eine hohe Polyphonie ist, da sonst die Qualität der Musik darunter leiden könnte (je nachdem wie aufwändig die Musik ist, die man produziert bzw. abspielt).


Enable MMX/3DNow!/SSE Acceleration - MMX/3DNow!/SSE-Beschleunigung einschalten

Diese Option aktiviert je nach Prozessortyp optimierten Mix-Code (Beschleunigung durch MMX, 3DNow! und SSE wird unterstützt) und ist vor allem bei älteren Rechnern von Vorteil. Unterstützt deine CPU diese Multimedia-Beschleunigungen (praktisch jede CPU ab Pentium MMX), werden diese zur Berechnung benutzt. Dadurch wird die CPU entlastet. Auf neueren Rechnern fällt der Unterschied weniger ins Gewicht. Optimierter Code wird zum Abspielen von Mono-Samples (je nach Interpolationsmoduis) und beim Senden und Empfangen von Audio-Daten bei VST-Plugins verwendet.


Reverse Stereo

Mit dieser Option können die Stereo-Kanäle vertauscht werden.


Soft Panning

Hier wird die Weite des Stereo-Spektrums (Panning) verringert, was das räumliche Klangbild bei der Verwendung von Kopfhörern deutlich angenehmer machen kann (hängt natürlich von deiner Ausstattung ab).


Stereo Separation

Je höher hier der Wert ist, desto deutlicher wird die Soundausgabe der beiden Stereokanäle voneinander abgetrennt. Ein Wert von 25% wird also fast als Mono wahrgenommen, wobei aber auch der Abstand der Boxen eine große Rolle spielt, sowie die Panning-Einstellungen der verschiedenen Module.


Pre-Amp

Dieser Wert ist in der Voreinstellung sehr niedrig. Es ist eine gute Idee, diesen Wert auf etwa 1/3 einzustellen (wie in der Abbildung zu sehen). Wenn du nämlich diesen Regler zu hoch schraubst und siehst, dass beim Abspielen eines Modules die VU-Meter ordentlich ausschlagen, solltest du das Modul dann mal in einem anderen Programm anhören - du wirst merken, dass es dort sehr leise ist. Das liegt daran, dass der Pre-Amp-Regler keinen Einfluss auf das Modul selber hat, sondern nur auf die Soundausgabe in OpenMPT. Ab Version 1.17.02.47 sollte man das Pre-Amp so niedrig wie möglich halten.

Hinweis.gif Tipp:
Dieser Wert wird bei Modulen, die mit dem Mixmode RC3 oder Compatible erstellt werden, nicht beachtet. Somit hängt es nicht mehr von den OpenMPT-Einstellungen ab, wie laut ein Modul auf verschiedenen Computern klingt.